Einhornhöhle

Eine permzeitliche Höhle

Im Gebiet der „Brandköpfe“, ein Plateau etwas 150m über der Talsohle des Odertals, liegt die Einhornhöhle. Dieser natürlich entstandene Hohlraum ist die größte begehbare Höhle des Westharzes und bildete sich im Zechsteindolomit der Permzeit. Heute ist sie auf 300m Führungsweg erkundbar.
Auf einer Gesamtlänge von 700m befinden sich mehrere Hallen und Dome, die mit gedrungenen Gängen miteinander verbunden sind. Die einzigen natürlichen Eingänge befinden sich in der blauen Grotte in Form von Deckenöffnungen, als Haupteingang dient ein 1905 angefahrener Stollen an den Seitengang des „Weißen Saales“.

Geschichtlicher Hintergrund

Es gibt zahlreiche Knochen zu begutachten, die jedoch nicht, wie der Name der Höhle vermuten lässt, von Einhörnern stammen, sondern von Bewohnern der Eiszeit wie Höhlenlöwen und Höhlenbären. Über viele Jahrzehntausende waren zudem Neandertaler die Hausherren der Höhle, was erst 1985 mit dem Fund von Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit belegt werden konnte. Diese bezeugten die lange Besiedlung vor über 100.000 Jahren.
Bereits 1583 berichtete man über das Graben nach „Einhörnern“. Doch schon im 17. Jahrhundert erkannte man, dass es sich bei den zahlreichen Funden nicht um die begehrten „Einhorn“ Knochen handelte. Die zu Pulver zermahlenen Gebeine des "Unicornu fossile", des ergrabenen Einhorns, waren Jahrhunderte lang europaweit als Medizin begehrt und brachten selbst berühmte Forscher wie Goethe auf die Suche.
Nach einer ca. 50min dauernde Höhlentouren, kann man den Tag im Höhlenmuseum ausklingen lassen oder einen der drei umliegenden Naturpfade, mit ca. 60 Stationen zum Erkunden und Informieren über die Natur und Geologie der Landschaft, entdecken.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe

 
  • Instagram - Weiß Kreis
  • Facebook - Weiß, Kreis,
  • YouTube - Weiß, Kreis,
  • Tick Tack
  • Pinterest - Weiß, Kreis,