Turmwindmühle

Mühle mit Aussicht auf das Harzland

Bei Endorf, einem Ortsteil der Stadt Falkenstein/Harz, am nördlichen Ausläufer des Harzes, liegt die 1857 erbaute Turmwindmühle. Zwischen den Flüssen Eine und Selke liegt sie in unmittelbarer Nähe zur Konradsburg. Von dieser Mühle, die bereits einen Vorgängerbau hatte, der dem Feuer zum Opfer fiel, hat man eine tolle Aussicht auf das nordöstliche Harzvorland - vom Brocken bis zum Petersberg bei Halle.

Traditionsreiche Sehenswürdigkeit

Die ursprüngliche Turmwindmühle hatte bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Korn der umliegenden Bauern gemahlen. Sie war einst mit zwei Mahlgängen und einem Walzenstuhl ausgestattet. Nachdem die Mühle zuvor nur noch eingeschränkt in Betrieb war, standen ab 1972 alle Räder still. Nach der baulichen Restauration durch den Förderverein Konradsburg ist die mit sogenannten Segelgatterflügeln bestückte Windmühle wieder voll funktionsfähig. Die Turmwindmühle Endorf ist die letzte ihrer Art im Harzgebiet. Der Besuch lässt sich gut mit einem Abstecher zur Konradsburg kombinieren.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Konradsburg

Etwa drei Kilometer vom Ort Ermsleben entfernt, ruht die Konradsburg auf einer nach drei Seiten steil abfallenden Anhöhe. Verschieden Keramikfunde aus der Bronzezeit belegen, dass das Gelände schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt wurde und die erste urkundliche Erwähnung der Konradsburg stammt aus dem Jahre 1040. Als Stammsitz eines alten Adelsgeschlechts, welches sich nach dieser Burg benannte, diente sie vor allem dem Schutze des Reichsgutes Harz. Die Edelherren der Konradsburg erbauten um 1120 die Burg Falkenstein, in die sie anschließend übersiedelten.

Eine ehemalige Burg- und Klosteranlage

Burg Falkenstein

Die Burg Falkenstein im Harz wurde zwischen 1120 und 1180, in der Zeit des Hochmittelalters, erbaut. Umgeben von dichten Wäldern thront die Burg auf einem Felsrücken im Naturschutzgebiet des Selketals. Um die Burg ranken sich viele Sagen & Myten, so auch um die Entstehung der Burg selbst. Demnach verdankt das Gemäuer seine Existenz einem Mord. Im 11. Jahrhundert, etwa um 1080 soll der Graf Adalbert II. von Ballenstedt durch die Hand Egenos II. von Konradsburg während eines Streits ums Leben gekommen sein. Egeno's Stammsitz soll deshalb zur Strafe zum Kloster umfunktioniert worden sein. Der Sohn des Mörders, Burchard von Konradsburg, erbaute daraufhin die Burg Falkenstein als neuen Stammsitz im Harz.

Die Burganlage verfügt über eine Kernburg, sowie über drei große Vorburgen und eine Tor- und Zwingeranlage. Mit 31 Metern ist der Bergfried nicht zu übersehen. Die zwei Meter dicken Wände schützten einst die Bewohner vor Angriffen. Vom Burgfried hat man auch heute noch eine atemberaubende Aussicht über den umliegenden Harz.

Burg Falkenstein ist wahrlich eine Burg wie aus dem Bilderbuch. Deshalb war sie auch Kulisse für rund 30 Film- und Fernstehproduktionen, unter anderem verschiedene Märchenfilme, wie Schneeweißchen und Rosenrot, aber auch DDR-Kinderserien und der Fernsehfilm "Polizeiruf 110".

Die eindrucksvollste Höhenburg im Harz.

 
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