Schloss Wernigerode

Majestätisch thront das Schloss Wernigerode über der Stadt. Einst war es eine mittelalterliche Burg und die erste Burganlage wurde bereits während des 12. Jahrhunderts errichtet und sicherte die Wege der deutschen Kaiser während Jagdausflügen in den nahegelegenen Wäldern um Wernigerode und in den Harz. Im 15. Jahrhundert wurde es im Stil der Spätgotik umfangreich erweitert. Dann wurde die ehemalige Burg während des 16. Jahrhunderts zur Renaissancefestung ausgebaut, jedoch während des Dreißigjährigen Krieges schwer beschädigt. Graf Ernst zu Stolberg-Wernigerode begann im 17. Jahrhundert mit dem Umbau des Gemäuers zu einem romantischen und barocken Residenzschloss. Unter der Leitung des Architekten Carl Frühling und durch Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode ( Vizekanzler von Otto von Bismarck) wurde es später zu einem Leitbild des norddeutschen Historismus umgestaltet.

Nach 1929 wurde das Schloss Wernigerode für die breite Öffentlichkeit geöffnet und zugänglich. Die Familie zu Stolberg-Wernigerode hatte es bis dahin als permanenten Wohnsitz. Heute zählt das Schloss zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Harz und wurde schon 1998 als erstes Zentrum für Kultur- und Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts anerkannt. 50 original eingerichtete Räume zeigen die Wohnräume des deutschen Adels, die Geschichte des zweiten deutschen Kaiserreichs sowie der Familie zu Stolberg-Wernigerode. Darüber hinaus lockt eine Ausstellung zu Kunsthandwerk und Möbeln des 16. bis 19. Jahrhunderts.

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